17 Mai

HTML 5 und CSS3 in aktuellen Projekten?

Seit einiger Zeit liegen die neuen Spezifikationen und Regeln, sowohl zu HTML 5 als auch CSS3, vor, doch der Einsatz beider Techniken läuft noch recht zäh an. Grund dafür dürfte in den meisten Fällen die fehlende oder komplizierte Unterstützung durch die gängigsten Browser sein.

 

Dabei arbeiten die Browser-Hersteller doch mit Hochdruck daran, die neuen Features in ihre Programme zu integrieren? Dem ist tatsächlich so. Firefox, Chrome, Safari, Opera und sogar der Internet Explorer sind in ihrer aktuellen Version dazu in der Lage, HTML 5 und weitgehend auch CSS3 korrekt zu rendern. Das Problem liegt aber bei der Verbreitung der älteren Browser Versionen. Schaue ich in die Statistiken meiner Seiten, so ist ein Großteil der Nutzer noch mit Internet Explorer 6 oder Firefox 3 unterwegs.

 

Wie kann ich dennoch schon von den neuen Features profitieren?

 

Um auch diesen Nutzern eine funktionstüchtige und bestenfalls gleichermaßen hübsche Präsentation zu ermöglichen, bedarf es also zusätzlichen Aufwands, so genannten Fallbacks. Die Seiten müssen beispielsweise so konzipiert werden, dass neue CSS3 Features nur als eine Art Bonus eingesetzt werden aber nicht als Stützpfeiler für das Layout. Die Seite muss auch dann noch funktionieren, wenn sie in einem Browser gerendert wird, der nur CSS2 unterstützt.

 

Gleiches gilt für die neuen Tags in HTML5. So schön article, nav, aside und header auch sind, es muss immer ein Fallback eingebaut werden, beispielsweise ein umschließender div-Container mit einer entsprechenden ID. So zum Beispiel:

 


<div id="article">

</div>

 

Der passende CSS Code könnte dann so aussehen:


article, #article {

}

 

Sollte ich dann nicht lieber noch warten?

 

Nicht unbedingt, nein. Sowohl HTML5 als auch CSS3 sind Techniken, die sich sehr schnell und weit verbreitet durchsetzen werden, nicht nur auf dem Desktop sondern zunehmend auch, durch die Integration der Webkit-Engine, auf mobilen Geräten wir Smartphones oder Tablets. Meiner Meinung nach wäre es sehr schade, weiterhin an den veralteten Techniken zu hängen, aber man muss natürlich die entsprechenden Vorkehrungen für Nutzer von mittlerweile überholten Browsern schaffen.

 

Ein Nutzer mit einem aktuell gehaltenen Browser wird gleichermaßen vor den Kopf gestoßen sein, eine aktuelle Webseite vorzufinden, die bei ihrem Release genau so aussieht, wie vor einigen Jahren, wie ein Nutzer mit einem alten Browser, der auf einer aktuellen Seite nur Chaos präsentiert bekommt.

 

Eine Variante wäre ein zweites Stylesheet mit einer Abfrage der Browser-Version im HTML Code, dass die Seite komplett CSS2-konform gestaltet, ggf. mit einem Hinweis, den Browser zuaktualisieren.

 

Gerade das könnte, neben den großangelegten Werbekampagnen der Browserschmieden, dafür sorgen, die Updatebereitschaft der Nutzer zu steigern und so die Weböffentlickeit für ein moderneres Internet bereit zu machen.

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